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App Marketing 23. Oktober 2015

App-Vermarktung – Grundlagen für Starter

Eine App zu vermarkten stellt heutzutage eine Herausforderung dar. Bei mehr als 1.500.000 Apps muss man im Wettbewerb unermüdlich um die Aufmerksamkeit der potenziellen Nutzer kämpfen. Aber es gibt auch GOOD NEWS: Wer es geschickt anstellt, hat gute Aussichten, mit der App-Vermarktung erfolgreich zu sein – vorausgesetzt, er geht dabei systematisch vor.

In unserem Blog-Beitrag wollen wir über die Vermeidung der häufigsten Fehler aufklären und Euch zeigen, wie Ihr möglichst effektiv Eure App-Vermarktung umsetzen könnt. Folgende Themen wollen wir anschneiden:

  • App optimieren
  • SDKs und Tracking/CRM Standards integrieren
  • Kommunikationsstrategien entwickeln
  • App Landingpage analysieren und optimieren
  • App Store optimieren
  • Performance Marketing Kampagnen konzipieren
  • Retention und Re-Engagement intensivieren

NOTE:

Eines wollen wir vorab klarstellen: Nur eine gute App lässt sich gut vermarkten. Natürlich könnte man auch eine mit Bugs befallene, irreführende und den Nutzer überfordernde App vermarkten. Dass das Return of Investment (ROI) dann jedoch ins Bodenlose zu fallen droht, erklärt sich fast schon von selbst. Deshalb lautet der erste Schritt zum App-Erfolg:

1. Die App optimieren

Wie gesagt, ohne funktionierende App gibt es auch keinen App-Erfolg. Daher sollte sichergestellt sein, dass die App eine reibungslose User Experience erlaubt, frei von jeglichen Bugs und Fehlern ist und idealerweise dem Nutzer einen Mehrwert bietet; ganz gleich, ob dieser damit seine Produktivität erhöhen, seine sozialen Kontakte pflegen oder sich einfach nur unterhalten lassen will. Da wir uns in diesem Beitrag auf die App-Vermarktung konzentrieren wollen, gehen wir nicht weiter auf diesen Punkt ein.

2. Integration von SDKs und Tracking/CRM-Standards

Wer langfristig mit seiner App-Vermarktung Erfolg haben und diesen messen will, sollte die wichtigsten SDKs in seine App integrieren, am besten noch vor der Veröffentlichung in den App Stores. Eine Übersicht der essentiellen SDKs haben wir in dem Blog-Beitrag Die wichtigsten SDKs und Tools vor dem Release Deiner App zusammengestellt.

3. Kommunikationsstrategie

Was bringt mir die App? Warum sollte ich ausgerechnet diese App herunterladen? Wie wird mit meinen sensiblen Daten umgegangen? Sind andere Nutzer zufrieden? All diese Fragen können mit einer durchdachten Kommunikationsstrategie beantwortet werden. Anhand einer von Konzeptionern und Markenstrategen entwickelten Präsentation definiert sie den Mehrwert und das Alleinstellungsmerkmal der App (UCP/USP), belegt, weshalb mit Hilfe genau dieser App Nutzerbedürfnisse befriedigt werden können, und bietet zudem eine klare App-Positionierung, die sich im Wettbewerb deutlich abhebt. Wer also mit seiner App viel bewirken will, sollte bereits vor oder kurz nach dem Release (spätestens aber nach einem enttäuschenden Jahresabschluss) in eine wirksame Kommunikationsstrategie investieren und sich von App Marketing Agenturen oder einzelnen kompetenten Beratern fortlaufend begleiten lassen.

4. App Landingpage

Viele Entwickler unterschätzen die Bedeutung einer App Landingpage, obwohl viele Nutzer eine App erst googlen, bevor sie sie herunterladen. Über die begrenzten Möglichkeiten der App Stores hinaus bietet eine App Landingpage tiefere und meist emotionalere Einsichten in die Welt der App. Wer dazu noch über eine stringente Kommunikationsstrategie verfügt, dem eröffnen sich hier viele Möglichkeiten, überzeugende Inhalte, z.B. beeindruckende Bilder, Videos, Nutzer-Stories etc. zu kommunizieren. Genau an diesem Punkt muss der Nutzer davon überzeugt werden, WARUM die App für ihn von Bedeutung ist. Zudem ist es möglich mit der App-Webseite den Long Tail der Google Suchanfragen zu bedienen. Also das klassische SEO als Marketing Kanal für die App nutzen.

5. App Store-Optimierung

Die App Store-Optimierung bringt allein schon die halbe Miete bei der Vermarktung. Denn nur wer einfach zu finden ist, kann auch heruntergeladen werden. Deshalb sollten die App Store-Texte, -Titel und -Keyword-Felder dahingehend optimiert werden, dass so viel organischer Traffic wie möglich generiert wird. Da auch dieses Thema sehr umfangreich ist und nicht den Kern dieses Blog-Beitrages bildet, findet Ihr mehr dazu in unserem Blog.

6. Nutzer-Akquisition durch Performance Marketing Kampagnen

Sobald alle „organischen“ bzw. kostenlosen Maßnahmen ausgeschöpft sind, ist es an der Zeit, über gezielte Akquisitions-Kampagnen Nutzer und Installationen zu generieren. Die Performance-Marketing Kampagnen haben einen Einfluss auf die Anzahl der organischen Downloads, da durch die Zunahme der Downloads die Kategorie- sowie die Keyword-Rankings steigen. Das führt zu einem sogenannten „Organic Uplift“. Diesen Umstand nutzen Anbieter von App Push Kampagnen indem sie eine hohe Anzahl von App Downloads in einer kurzen Zeit verkaufen. Um diesen Mechanismus auszulösen sind viele App Installationen notwendig. Hierbei wird jedoch auf die reine Quantität geachtet, nicht auf Qualität. Diese fehlende User-Qualität führt meistens zu vielen App-Deinstallationen nach Beendigung der App Push Kampagne. Wir als App Marketing Agentur raten daher in den meisten Fällen von solchen App Kampagnen ab und bedienen stattdessen lieber qualitative Performance Marketing Kanäle mit einem guten Targeting.  Nützliche Kanäle dabei sind Google (Click to Download Kampagnen), Display Kampagnen (RTB), Facebook Ads und das ATLAS Netzwerk, Instagram Ads, Twitter- und Affiliate-Kampagnen. Bei alledem gilt: Kostengünstige Nutzer sind nicht gleich gute Nutzer. Über ein genaues (kampagnenbasiertes) Tracking der User-Aktivität können wir ermitteln, welche Kampagnenformen uns „loyale Nutzer“ bescheren, also solche, die die App nicht nur einmalig installieren, sondern ihr auch langfristig treu bleiben. Durch andauerndes Testing neuer Zielgruppen und Werbemittel sowie ein umfangreiches Kampagnen-Management sollte sichergestellt werden, dass das Budget langfristig nur in die effizientesten Kanäle fließt.

7. Steigerung der Nutzer-Aktivität durch Re-Engagement

Mit speziell dafür vorgesehenen Werbeformaten wie z.B. den App-Action-Kampagnen auf Facebook können Nutzern, die die App bereits installiert haben, interessante neue Inhalte und Funktionen präsentiert werden, die sie neugierig machen. Die daraus resultierende erhöhte Aktivität wirkt sich positiv auf das Ranking der App aus. Weitere interessante Re-Engagement Kanäle sind das Google Netzwerk (Adsense , AdMob, DoubleClick) oder das Yahoo Gemini Netzwerk. Auch in diesen Netzwerken können die vorhandenen User mit Werbebannern oder Videos in anderen Apps und auf mobilen Webseiten angesprochen werden. Ein weiteres wichtiges Bordmittel und Werkzeug für das Re-Engagement sind Push Notifications – hier gilt es mit Hilfe einer intelligenten Nutzer-Segmentierung bestehende Nutzer über Neuerungen oder Events innerhalb der App aufmerksam zu machen. Nützliche Tools hierfür sind z.B. App Boy oder Parse.

Natürlich sind dies nur die absoluten Basics – wer die oben aufgeführten Punkte in seiner App-Marketing-Strategie berücksichtigt, ist aber definitiv schon mal auf einem guten Weg. Wer bei der Bewältigung dieser Aufgaben Unterstützung braucht, ist bei uns an der richtigen Adresse. Wir freuen uns auf Eure Kontaktaufnahme! Weiteren Lesestoff zum Thema App-Vermarktung findet ihr hier.

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