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Facebook bietet Publishern neue Monetarisierungsmöglichkeiten im Videobereich Social Media Marketing 11. Januar 2017

Facebook bietet Publishern neue Monetarisierungsmöglichkeiten im Videobereich

YouTube hat es vor längerer Zeit bereits vorgemacht: Die Ersteller von Videos haben schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit, Video-Inhalte auf YouTube zu monetarisieren. Facebook will nun nachziehen und in Zukunft Video-Inhalte ebenfalls zu Geld machen.

Wie monetarisiert YouTube seine Video-Inhalte?

Wer kennt es nicht? Man möchte auf YouTube ein Video abspielen und plötzlich startet ein Werbespot bevor das ausgewählte Bewegtbild startet. Diese kurzen Werbevideos werden “Pre-Roll” Ads genannt und vor dem eigentlichen Video abgespielt. Der Nutzer hat dann die Möglichkeit, den gesamten Werbespot anzusehen oder diesen nach fünf Sekunden zu überspringen, um das eigentliche Video anzuschauen.

Wie Facebook bisher mit Videos umgegangen ist

Auf Facebook ist es bereits seit Jahren möglich, Video-Inhalte hochzuladen. Allerdings hatte Facebook den Video-Publishern anfangs ausdrücklich verboten, Werbespots vorzuschalten. Obwohl Facebook den Publishern dadurch keine Möglichkeit bot, Video-Inhalte zu monetarisieren, hielten viele Publisher dennoch an der Strategie fest, Video-Content zu produzieren. Sie taten dies vor allem deshalb, weil Facebook Video-Inhalte innerhalb des eigenen Algorithmus bevorzugt.

2015 zeichnete sich eine Wende ab. Denn in diesem Jahr hat Facebook erstmals erlaubt, gesponserte Videos zu veröffentlichen – und somit den Weg geebnet, Video-Inhalte Schritt für Schritt zu Geld zu machen. Mark Zuckerbergs Grundsatz war es jedoch immer noch, zunächst seine eigene Video-Plattform auszubauen und erst dann die Monetarisierungs- möglichkeiten seines Video-Dienstes zu erweitern.

Facebook baut seinen Videobereich weiter aus

Dass Videos auf Facebook eine sehr wichtige Rolle spielen, zeigt ein Artikel von „Recode”. Danach werden mittlerweile tagtäglich über mehr als 100 Millionen Stunden Videos auf Facebook abgespielt. Aufgrund der Bedeutung des Mediums „Video” erweiterte der Social-Media-Gigant vor Kurzem seinen Videobereich um 360 Grad- und Live-Videos. Zusätzlich wurden Kooperationen mit großen Medienpartnern geschlossen, um den Ausbau in dieser Sparte fortzusetzen.

Unterschied zwischen Facebook & YouTube

Im Gegensatz zu YouTube wird der Werbespot auf Facebook nicht am Anfang eines Videos platziert, sondern erst nach mindestens 20 Sekunden in Form einer Werbeunterbrechung als „Mid-Roll” eingeblendet. Ein wichtiges signifikantes Kriterium für Videos auf Facebook ist dabei, dass sie eine Mindestlänge von 90 Sekunden haben müssen, um einen Werbespot integrieren zu können. Die Videos müssen also nicht nur Content für 90 Sekunden liefern, sondern die User auch mindestens 20 Sekunden lang „fesseln”, damit diese nicht vorher „abspringen” und das Video verwerfen. Virale Kurzclips profitieren deshalb leider nicht von den neuen Monetarisierungsmöglichkeiten, die Facebook den Publishern künftig zur Verfügung stellen wird.

Interessant bleibt in diesem Zusammenhang sicherlich auch die Frage, wie Facebook mit AdBlockern umgehen wird und wie die Spezifikationen zur Länge von Werbespots ausfallen werden. Ebenfalls wird von Interesse sein, welche sonstigen Anforderungen Videos erfüllen müssen, bei denen tatsächlich nach 20 Sekunden Werbespots geschaltet werden dürfen.

Hinsichtlich der Vermarktung wird es Facebook wie Youtube halten: Der Gewinn wird in etwa halbiert (55% an die Publisher, 45% an Facebook). Bislang ist noch nicht bekannt, wann genau Facebook die neuen Optionen zur Verfügung stellen wird und ob diese bereits zu Beginn allen Publishern zugänglich sein werden. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten!

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