Snap – die dritte Macht neben Google und Facebook

Snapchat befindet sich weiter im Aufwind. Wie „Horizont Online“ Anfang Mai berichtet, will die britische WPP-Medienholding 2017 rund 200 Millionen Euro in Snapchat-Werbung investieren. Das Fachmagazin bezieht sich auf ein Interview, das WPP-CEO Martin Sorrell dem Video News Network „Cheddar“ gegeben hat. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Konzern 96 Millionen Euro für Snapchat-Werbung eingesetzt hat, würde er sein Engagement damit verdoppeln. Das ist zwar noch immer viel weniger, als WPP in Google- und Facebook-Werbung fließen lässt, denn da sprechen wir von fünf und 1,7 Milliarden Dollar. Gleichwohl sagte Sorrell bereits in einem früheren Interview dem „Business Insider“, dass zahlreiche Werbemanager Snapchat mehr und mehr auf dem Weg zur „dritten Macht“ neben Google und Facebook sähen. Doch aktuell, so Sorrell im aktuellen „Cheddar“-Interview, sei es noch nicht soweit.

Eine Milliarde Dollar Werbeeinnahmen

Am 10. Mai wird Snap Inc. „Horizont Online“ zufolge seine ersten Quartalsergebnisse als börsennotiertes Unternehmen bekanntgeben. Dann könne man sehen, ob Sorrell mit seiner Einschätzung richtig liege, dass Snap in diesem Jahr eine Milliarde Dollar an Werbeeinnahmen umsetzen werde. Ende 2016 hatte Snapchat weltweit täglich 158 Millionen Nutzer, davon 53 Millionen in Europa. Diese Nutzer besuchen die App im Durchschnitt 18 Mal pro Tag und verweilen dabei 25 bis 30 Minuten bei Snapchat. Täglich werden rund 10 Milliarden Videos betrachtet und mehr als 2,5 Milliarden Snaps versendet. Angesichts dieser Zahlen ist es nicht allzu verwegen, von einer künftigen „dritten Macht“ zu sprechen.

Am 1. Mai die erste deutsche „Our Story“-Version

Snapchat wird auch auf dem deutschen Markt immer aktiver. Pünktlich zum 1. Mai brachte der Instant-Messaging-Dienst seine erste deutsche „Our Story“. Dabei handelt es sich um ein Feature, das Snapchat-Mitarbeiter aus Nutzer-Fotos und -Videos themen- und ortsbezogen zusammenstellen. Wie „Horizont Online“ den Mutterkonzern Snap zitiert, habe man in dieser 1. Mai-Story zeigen wollen, wie die Nutzer hierzulande den „Tag der Arbeit“ zubringen – von Familienfesten in Hamburg über „Tanz in den Mai“-Parties im Saarland bis hin zu Barbecues in Niedersachsen. Um in solchen Geschichten auftauchen zu können, müssten die Nutzer vor dem Versenden ihrer Snaps lediglich einen Haken bei „Our Story“ setzen und den Zugriff auf den eigenen Standort erlauben. Auch Videos von deutschen Medien und Prominenten würden im neuen Format zu finden sein. „Bild“, „Spiegel Online“, „Sky Sport“ und „Vice“ sind seit vergangener Woche mit von der Partie, außerdem, so „Horizont Online“, eile Promis wie den Fußballern Mario Götze und David Alaba oder der Sängerin Lena Meyer-Landrut der Ruf voraus, „eifrige Snapchatter“ zu sein. (Quellen: horizont.netcheddar.com)

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