„Matched Audiences“: Linkedin ermöglicht Retargeting

Das B2B-Netzwerk Linkedin wartet mit einer Neuerung auf, auf die Marketer schon lange gehofft hatten. Denn t3n zufolge bietet Linkedin mit „Matched Audiences“ endlich eine Retargeting-Funktion an. Bislang litt B2B-Marketing unter dem Ruf, teuer und nicht sonderlich effektiv zu sein, weil die Klickraten nur mittelprächtig waren. Das könnte sich jetzt ändern, da Werbetreibenden hier zum ersten Mal laut t3n ermöglicht wird, „sowohl die Besucher der eigenen Website als auch die E-Mail-Adressen der eigenen Kunden-Datenbank erneut mit Werbeanzeigen in der Business-Community von Linkedin anzusprechen“. Durch die neuen „Matched Audiences“-Funktionen, die eine sechsmonatige Testphase durchlaufen haben, sind nun auch Kombinationen mit den gängigen Werbeformaten und den schon vorhandenen Zielgruppen-Einstellungen möglich. 

 

„Der entscheidende Durchbruch im B2B-Marketing“

Im Wesentlichen lassen sich drei Targeting-Optionen unterscheiden: Zum einen das Webseiten-Retargeting, das es erlaubt, den Besuchern der eigenen Webseite Werbung auf Linkedin anzuzeigen. Zum anderen das Kontakt-Targeting, mit dem sich Zielgruppen erstellen lassen, indem die E-Mail-Adressen der Bestandskunden hochgeladen werden. Kunden, die schon längere Zeit nichts mehr gekauft haben, können so über Linkedin auf die aktuellen Angebote aufmerksam gemacht werden. Die dritte Option ist das Account-Targeting. Damit lassen sich gezielt Mitarbeiter auf einer Firmenliste ansprechen, also zum Beispiel genau die Entscheidungsträger, die über die Budgets bestimmen. Für t3n bedeuten die „Matched Audiences“-Funktionen den „entscheidenen Durchbruch im B2B-Marketing“. Denn kaum jemand kaufe ein neues Produkt schon beim ersten Werbekontakt. Im Durchschnitt gehe man von sieben aktiven Kundenkontakten aus, bis der Kunde die gewünschte Aktion, den Kauf des Produkts, auslöse. Darum ist es für Werbetreibende so wichtig, ihre Webseiten-Besucher auch auf dem Business-Netzwerk erneut ansprechen zu können. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die anderen großen Werbenetzwerke wie Facebook oder Google-Display-Network längst erfolgreich im Marketing-Mix etabliert hätten.

 

Der Vorteil von B2B

Den großen Vorteil von Linkedin oder auch der deutschen B2B-Plattform Xing gegenüber anderen Werbeplattformen sieht t3n darin, dass sich die Nutzer einer Business-Plattform mit demographischen Daten wie Jobtitel, Branche und Arbeitgeber registrieren. Dadurch sei es ganz einfach, gezielt Führungskräfte anzusprechen – ausschließlich Geschäftsführer etwa oder Ingenieure oder Frauen in Leitungspositionen. Hilfreich sei auch, dass die Werbeanzeigen ausschließlich in einem seriösen Business-Umfeld erscheinen würden. Bei Linkedin selbst herrscht Optimismus, dass die neuen Retargeting-Möglichkeiten ein Volltreffer werden. Denn in der Testphase hätten Werbetreibende mithilfe von „Matched Audiences“ zum Teil mehr als 30 Prozent höhere Klickraten erzielt. (Quellen: t3n.deonlinehaendler-news.de)

Share on facebook
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email